Mittwoch, 29. November 2017

Test

Ich habe weiterhin viele Klicks. Sind es Suchmaschinen in den USA und Russland, die meinen Blog lesen?

Freitag, 17. November 2017

Russland

Warum habe ich hier im Blog laut Statistik so viele russische Leser? Im Internet berichten andere Blogger von ähnlichen Statistiken und vermuten, dass die Russen deutsche Inhalte übernehmen und sie dann irgendwo verbreiten.

Nur wo? Wen interessiert es in Sibirien, dass ich Schloss Ribbeck im Havelland besucht habe?


Vielleicht meldet sich mal ein russischer Leser und gibt mir einen Hinweis. Ich sage jetzt schon bolschoi spasibo большое спасибо

Dienstag, 31. Oktober 2017

Faust in Stuttgart



Gretchen, Mephisto, Faust vor Drehbühne
Ohne Goethes "Faust" ist das deutsche Theater nicht zu denken, und so gab es auch in diesem Jahr in Berlin und in Stuttgart zwei aufwändige Neuinszenierungen - in Berlin durch Frank Castorf, in Stuttgart durch Stephan Kimmig. In Berlin war schon mit der Überschrift im Programmheft die Richtung vorgegeben "Wie man ein Arschloch wird", in Stuttgart war die den alten Faust diffamierende Absicht weniger deutlich, wurde aber ebenfalls zielsicher erreicht - mit einem besonderen Hilfsmittel. 

Montag, 16. Oktober 2017

Aufklärung für alle


Immanuel Kant
Im Gespräch mit einer Studentin, die mehrere freiwillige Auslandseinsätze in Asien und Afrika hinter sich hatte, waren wir uns schnell darüber einig, dass unsere aufgeklärten Vorstellungen von technischen Standards und TÜV-orientierten Ordnungen in vielen Teilen der Welt als überflüssig angesehen werden. Deshalb tun wir gut daran, unsere Maßstäbe nicht überall als Spitze des evolutionären Fortschritts der Menschen zu verkünden.*

Meine weltgewandte Gesprächspartnerin und ich kamen dann darüber ins Gespräch, ob auch andere Früchte der westlichen Aufklärung zur Disposition stehen, wenn wir in Kontakt mit fremden Kulturen kommen. Muss etwa der Islam tatsächlich die Aufklärung noch über sich ergehen lassen, wie viele westliche Beobachter behaupten?

Dienstag, 3. Oktober 2017

Von der Heiligkeit des menschlichen Lebens

Aus "Lewis Reise" von Per Olov Enquist, Seite 25

Ich fragte einmal ein paar Jugendliche, warum sie meinten, dass man keinen Menschen töten durfte. Es entstand zunächst ein Moment des Zögerns, vielleicht des Fragens, dann kamen die Antworten.

Man durfte nicht töten, weil… weil es verboten war. Gesetzlich verboten. War es also deshalb? Ja, es war gesetzlich verboten, und wenn man gegen das Gesetz verstieß, ka, man ins Gefängnis. Man sollte nicht gegen das Gesetz verstoßen. War es dann also richtig, wenn man als Strafe dafür hingerichtet wurde? Ja, wenn man in dieser Weise gegen das Gesetz verstoßen hatte. Andere Antworten? Einer sagte, es sei falsch, überhaupt lebende Wesen zu töten, besonders Hunde. Daraufhin war eine kurze Diskussion ausgebrochen: was ist ein "lebendes Wesen"; ein Regenwurm, eine Kuh: War eine Birke auch ein lebendes Wesen, konnte eine Birke leben und träumen?

Samstag, 16. September 2017

Wittenberg und Halle



Schlosskirche Wittenberg
Hier sind Luther und Melanchton
zusammen mit Friedrich dem Weisen
begraben
Die beiden für die Entwicklung des deutschen Protestantismus sehr wichtigen Universitäten sind heute als „Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg“ zusammengefasst und liegen im Bundesland Sachsen-Anhalt. Sie haben eine sehr unterschiedliche Geschichte.

Wittenberg an der Elbe war lange Zeit eine sächsische Stadt, teilweise sogar die Residenzstadt der sächsischen Landesherren. Zu Luthers Zeiten regierte hier der sächsische Kurfürst Friedrich der Weise. Dieser Friedrich hat Luther zwar nie gesehen, geschweige denn ihn an seinen Hof eingeladen, ihn aber auf vielfältige Weise vor dem Papst in Rom geschützt. Friedrichs Verhältnis zu Luther muss dem Verhältnis der Kölner zu Karl Marx ähnlich gewesen sein: man hatte eine Abneigung gegen die Zentralgewalt (in Sachsen gegen Rom, in Köln gegen Preußen) und unterstützte deshalb gerne auch durchaus radikale Menschen, die sich mit dieser Gewalt überwarfen.

Montag, 11. September 2017

Cecilia


Cecilia
In Potsdam hat fast jede Generation der preußischen Könige und Königinnen ein Haus hinterlassen, das an sie erinnert. Man erkennt an diesen Orten oft nicht nur die Person des Herrschers oder der Herrscherin, sondern auch den Geschmack einer ganzen Epoche. Natürlich waren die Royals stilbildend, was in besonderer Weise für ihre Frauen galt, denen es manchmal gelang, zu einer Idealfigur einer ganzen Generation aufzusteigen.

Ich habe bei unseren zwei Besuchen in Potsdam zwei dieser Frauen ganz vorsichtig zu verehren gelernt. Da ist zum einen die schöne Luise, die dem einfach lebenden König Friedrich Wilhelm III. angetraut war. Da ist aber auch – in diesem Jahr neu entdeckt – die ebenfalls sehr schöne Cecilia, die als letzte in der königlich-kaiserlichen Reihe ein nach ihr benanntes Schloss in Potsdam, Cecilienhof, bauen ließ, ein Schloss, in dem sie 28 Jahre leben, aber niemals mit einer Krone auf dem Kopf residieren durfte.